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Donnerstag, 24. März 2016

SAECULUM - Kritik (2016)

Herzlich willkommen bei meiner ersten Buchkritik! Ich habe beschlossen, dass ich mir als erstes Saeculum etwas Genauer ansehen werde. Wie gut das Buch in meiner Kritik abschneidet, siehst Du dann im Laufe meiner Rezension.


Informationen zum Buch


Saeculum ist ein Thriller für Jugendliche von der Autorin Ursula Poznanski, dessen Buch im Jahre 2011 erschien. Der Verleger des Buchs ist der Loewe-Verlag. Erhältlich ist das Buch nur als Kindle Edition (9,99€), Audio-CD (19,99€) oder Broschiert mit weiß (9,95€) oder schwarz bedrucktem Schnitt (14,95€). Der Hersteller empfiehlt Saeculum einer Zielgruppe zwischen 14 - 17 Jahren. Insgesamt umfasst das Buch 496 Seiten und hat als Internationale Standardbuchnummer die 978-3785577837. Das Buch gewann mehrere Auszeichnungen, unter anderem die Kollektion zum Österreichischen Jugendliteraturpreis 2012.

Die Handlung


Bastian ist ein eifriger Medizinstudent, welcher sich auf seine kommenden Prüfungen vorbereitet. Vor nicht allzu langer Zeit lernte er die junge Sandra kennen. Zusammen mit ihr besuchte er einen Mittelaltermarkt, wo er ihre Rollenspielgruppe "Saeculum" kennenlernt. Diese Gruppe macht mehrmals im Jahr eine Mittelalter-Konvention, die sich kilometerweit in einem Wald, fernab jeglicher Zivilisation, abgrenzt. Durch die Überzeugung Sandra, beschließt er bei dieser Konvention mitzumachen. Jedoch geht es in dieser Konvention in ein Gebiet, welches durch eine Sage angeblich verflucht sei. Die nächsten fünf Tage wird er ohne jegliche Ausrüstung auskommen müssen, die nach dem 14. Jahrhundert erfunden oder gefunden wurde. Doch nach kurzer Zeit wird klar, dass aus diesem vergnüglichen Ausflug ins Mittelalter eine ernste und unheimliche Lage wird, die sich immer weiter zuspitzt.


Die Protagonisten


Die Geschichte wird aus der Perspektive von Bastian und Iris erzählt. Wie bereits oben erwähnt, ist Bastian ein 20 jähriger Medizinstudent, der sehr viel Zeit mit seinen Büchern verbringt, um sich auf seine kommenden Prüfungen vorzubereiten. Sein Vater ist ein reicher und berühmter Chirurg, der Bastian immer wieder mit seinem unbarmherzigen und erfolgsorientierten Verhalten konfrontiert. Dadurch beschloss Bastian das genaue Gegenteil seines Vaters zu werden.
Iris zeichnet sich durch ihre merkwürdige Frisur und ihrer Verschlossenheit gegenüber der anderen Personen aus, die aber immer hartnäckig ihre Meinung vertritt. Außerdem ist sie der Außenseiter der Gruppierung. In ihrer Freizeit spielt sie gerne gedankenverloren an ihrer kleinen Harfe. Jedoch ist das nicht mehr so oft möglich für sie, weil sie auf der Flucht ist. Dadurch hört sie des Öfteren mitten in ihren Liedern auf zu spielen, packt ihre Sachen und läuft paranoid um sich guckend weg, da ihr gesamtes Vertrauen misshandelt und geraubt wurde.


Das Cover des Buchs

Saeculum - Das Zeug zum Thriller?!


Saeculum ist nicht nur ein Thriller. Es ist ein Genremix aus Abenteuer, Mystery und Krimi. Durch das unverbrauchte Setting eines Live-Rollenspiels kann man so viel machen. Und die Autorin macht auch sehr Vieles richtig. Der Einstieg ins Buch war relativ leicht, jedoch war in den ersten 50 - 70 Seiten lediglich die Vorbereitung auf die Konvention zu lesen. Als es dann in den Wald ging und die Veranstaltung begann, wurde es von Seite zu Seite immer spannender. Hierbei muss ich positiv hervorheben, dass ich die meiste Zeit mit schweißnassen Händen vor dem Buch saß und vor Nervenkitzel mehrmals Saeculum weglegen musste. Nach einiger Zeit startete sich meine Heizung von selbst und begann mit ihren knarzenden Geräuschen. Das erste Geräusch, das ich von meiner Heizung hörte, ließ mich zusammenzucken und hätte losschreien können. Aber ich will jetzt nicht näher darauf eingehen. Die Dialoge zwischen den Figuren waren stets gut durchdacht und strukturiert. Kombiniert mit dem Schreibstil der Autorin, die anscheinend immer wusste was sie tat, legte man dadurch sehr viel der Spannung bei. Während bei rasanten und spannungsreichen Passagen die Sätze eher klein und kompakt gehalten sind, hielt man sie bei ruhigen Abschnitten eher lang und ausführlich. Die Figuren, die in der Geschichte vorkommen, sind alle abwechslungsreich und gut ausgefeilt. Von der abergläubischen Hexe hin, bis zum faulen Angsthasen ohne Freunde ist alles vertreten. Jeder einzelne prägt die Geschichte auf seine Art und Weise. Außerdem ist das Cover des Buches sehr gut gewählt. Es zeigt ein schwarz-weißes Bild in einem Wald, mit dem Blick nach oben gerichtet. Das Cover ist damit ziemlich einfach gehalten, doch es übermittelt eine sehr bedrückende Atmosphäre. Der einzige Negativpunkt von Saeculum ist das Ende. Dieses fand ich enttäuschend, obwohl es von der Autorin sehr ausgeklügelt war, kam es mir so vor, als hätte man so etwas bereits gesehen.


Fazit


Das Buch ist durch das gewählte Setting einzigartiger als man denkt. Alles wurde gut durchdacht, ohne die Spannung dabei aus den Augen zu lassen. Daher möchte ich nochmal die Handlung, die Figuren, die Dialoge, das Setting, die Spannung, den Schreibstil und das Cover positiv hervorheben. Als Negativpunkt erwähne ich lediglich das Ende des Buches. Nach langem Überlegen komme ich dazu dem Buch 8/10 Punkten zu vergeben. Ja, ich habe die ganze Zeit überlegt ob 8 oder 9, aber schlussendlich sind es dann 8 Punkte geworden.


Schlusswort


Ursula Poznanski etablierte sich mit Saeculum zu einer meiner absoluten Lieblingsautoren. Zuvor habe ich bereits ihr erstes Jugendbuch "Erebos" gelesen, das einfach nur fantastisch ist. Deshalb freue ich mich bereits auf die "Eleria-Trilogie" und die Bücher über die "Kaspary & Wenninger ermitteln" Reihe.

P.S: Hier noch ein kleiner Anhang. Im Buch spielt Iris sehr oft das Lied "Planxty Drew" auf ihrer Harfe. Dieses Lied gibt es tatsächlich, deshalb füge ich hier mal den Link ein: https://www.youtube.com/watch?v=I5YbIkfyVmc.

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